Programm
Franz Schubert (1797–1826) / Franz Liszt (1811-1886)
Soirées de Vienne Nr. 6, S 427/6
Helmut Lachenmann (*1935)
Schubert-Variationen
Franz Schubert (1797–1826) / Franz Liszt (1811-1886)
Der Wanderer, S 565/1 (nach dem Lied D 489)
Franz Schubert (1797–1826) / Franz Liszt (1811-1886)
Vallée d’Obermann, S 160/6 (aus Années de pèlerinage, Première année: Suisse)
Franz Schubert (1797–1826) / Franz Liszt (1811-1886)4 Impromptus D 899, op. 90
I.Nr. 1 c-Moll: Allegro molto moderato
III.Nr. 3 Ges-Dur: Andante
IV.Nr. 4 As-Dur: Allegretto
Franz Schubert (1797–1826) / Franz Liszt (1811-1886)Andante spianato et Grande Polonaise brillante in Es-Dur op. 22
I.Andante spianato: Tranquillo – G-Dur
II.Grande Polonaise brillante: Allegro molto – Es-Dur
Interpreten
Can Çakmur, Klavier
Weitere Infos
Gewonnene Wettbewerbe sind das eine, aber Can Çakmur will mehr: Er brennt für tiefgründige Konzeptprojekte und ein clever durchdachtes Repertoire. Bestes Beispiel: Sein aktuelles Mammutprojekt mit dem Label BIS Records. Bis 2028 nimmt er zwölf Alben auf, die die Klavierwerke von Franz Schubert in einen spannenden Dialog mit moderneren, von Schubert inspirierten Stücken bringen. Ein echter Tiefen-Tauchgang statt nur Pflichtprogramm.
Die Fachwelt feiert ihn dafür regelmässig ab. Seine Alben räumen Preise ab wie andere Instagram-Likes, darunter mehrfach die International Classical Music Awards (u. a. als «Young Artist of the Year»), der Diapason d’Or und der Gramophone Editor’s Choice.
Als Solist bespielt er die ganz grossen Bühnen weltweit – von der Wigmore Hall in London über die Berliner Philharmonie bis zur Suntory Hall in Tokio. 2024 hatte er zudem die Ehre, den frisch restaurierten Liszt-Flügel in Weimar einzuweien. Wenn er nicht gerade mit hochkarätigen Kolleg:innen Kammermusik macht oder als Kawai Artist unterwegs ist, gibt er sein Wissen weiter: Seit 2022 ist er als Klavierprofessor am renommierten Trinity Laban Conservatoire in London tätig.
Als Kammermusiker begleitet er mehrere Intensivwochen für Stipendiaten in der Musikakademie Liechtenstein.
Klassische Musik als kulturelles Kapital?
Ein aufrüttelnder Essay des Pianisten Can Çakmur
Ein ehrlicher und unbequemer Blick hinter die Kulissen des internationalen Konzertbetriebs: Der Pianist Can Çakmur hinterfragt die Rolle der klassischen Musik in unserer heutigen Zeit. Er beschreibt den inneren Zwiespalt von Künstler:innen, die oft nur als Statussymbole einer elitären Gesellschaft fungieren, während die wahre, tief menschliche Kraft der Musik auf der Strecke bleibt.
Çakmur warnt vor elitärem Snobismus und der politischen Instrumentalisierung von Kunst. Sein leidenschaftliches Plädoyer: Wir müssen den Glamour ablegen und die Musik wieder als das begreifen, was sie im Kern ist – ein zweckfreier, revolutionärer und zutiefst verbindender Akt der Menschlichkeit.
Den vollständigen Essay lesen Sie unter:www.cancakmur.com