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Scarlatti, Halvorsen, Vasks, Collier, Misch, Bacewicz und Paganini ergeben eine ungewöhnliche Nachbarschaft auf dem Programmzettel. Ältere Komponisten stehen neben heutigen Stimmen aus Pop und Jazz. Für das Trio bedeutet das mehr als einen Wechsel der Stücke: Artikulation, Rhythmus und die Aufgaben der Instrumente müssen jeweils neu bestimmt werden. Was bei Paganini als Virtuosität ins Ohr fällt, kann an anderer Stelle als Groove oder als knappe melodische Geste wirken.
Zwei Violinen und ein Violoncello bilden das Trio der lettischen Geschwister Kristīne, Roberts und Margarita Balanas. Ihre klassische Ausbildung ist die Grundlage eines Programms, das mehrere musikalische Milieus durchquert. Roberts Balanas erweitert das Violinrepertoire auch durch seine Beschäftigung mit Pop, Rock und Funk. Im Geschwistertrio trifft dieses Interesse auf die gemeinsame Arbeit an einem reinen Streicherklang und an dessen rhythmischen Möglichkeiten.